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Lebenslauf von Leni Keller

 

Leni Keller wurde als Helene Pajeken am 6.Juli 1929 in Bremen, in Norddeutschland geboren. Sie war das älteste von vier Geschwistern. Ihr Vater war Ingenieur, ihre Mutter Lehrerin. Als sie zehn Jahre alt war, brach der zweite Weltkrieg aus. Im Krieg verlor Leni ihren kleinen Bruder. Die Familie flüchtete nach dem Krieg, nachdem ihr Vater inhaftiert worden war, von Rostock, einer Stadt in Ostdeutschland in die Hafenstadt Hamburg im Norden von Deutschland. Dort heiratete Leni nach dem Krieg 1958 Svend Keller und bekam drei Kinder. 

Leni hat sich später mit den vielen Fragen um Krieg, Schuld, Macht, Vertreibung, Hierarchie und der Rolle der Frauen beschäftigt und autoritäre Strukturen abgelehnt. Als ihre Kinder erwachsen waren, gründete sie eine Sozialstation der evangelischen Kirche für die Pflege alter Menschen und arbeitete noch über fünfzehn Jahre als Sozialarbeiterin.

Leni und ihr Mann Svend führten ein offenes Haus, in dem Menschen aller Kulturen, Hautfarben und Religionen willkommen waren. Lenis Kinder heirateten alle Menschen aus anderen Kulturen, aus Eritrea, Kamerun und Neuseeland. Als Lenis Mann 2004 gestorben war, führte sie diese Gastfreundschaft fort. Sie sagte: „In meinem Haus ist jeder willkommen, wenn er bereit ist, seine Waffen am Eingang abzulegen.“

Als Leni Keller am 24. Mai 2020 starb, haben ihre Kinder die Freunde und Verwandten gebeten, ein Projekt für kamerunische Flüchtlinge in Nigeria zu unterstützen. Daraus ist der Leni Keller Workshop entstanden.

Wir danken Relindis Ngum Ojong und allen ihren Helfern für ihren Einsatz für diese Projekt und wir danken der Regierung des Bundesstaates Uyo/ Nigeria und der Gemeinde von Mbitok für die Gastfreundschaft und die Bereitschaft, dieses Projekt zu unterstützen.

 

Gesine Keller und Tesfazghi Sebahtu 

Anastasia Kuma und Andreas Keller

Christine Keller und Sam Patrick

Oktober 2020